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m.ädchen

mein kind
wollte eine hexe sein, das traf es gut, denn wir haben hier noch diesen wundertollen umhang vom letztjährigen wichteln.
fix noch eine hexenkleid dazugenäht und alles komplett.
natürlich, ich hatte es geahnt:
wurde das zuerst begeistert angenommene kostüm am nächsten tag direkt verteufelt (da war die kleine minigrippe wohl schon im anmarsch) und ich musste allerlei überredungskünste aufwenden um m.ädchen dazu zu bewegen es doch anzuziehen. SIE wollte nämlich eigentlich und überhaupt am liebsten als „kind“ zum großen faschingsfest gehen.

(dass das große faschingsfest für UNS eine herbe enttäuschung war lasse ich mal aussen vor, denn m.ädchen hat einen von einigen preisen für ihre interpreation der hexe lisbet abgesahnt 🙂 )

man erinnert sich?
nun.
5 monate ließen wir noch fast taillenlang wachsen, m.ädchen bekam indess die geschichte von rapunzel geschenkt und eine liebe freundin machte mich vorsichtig darauf aufmerksam, dass so lange haare bei einem kleinen kind etwas „ungewöhnlich“ aussehen. das föhnen und tägliche ausfrisieren verbrauchte kostbare minuten in den stoßzeiten und war ausserdem mit ziemlich viel gejammer verbunden.
kurzum, mir wurde es zu bunt und zu lästig und nach tagelangen geschichten über tolle frisuren und große mädchen, gesunde haare und weiterwachsen, ließ sich auch m.ädchen zu einem friseurbesuch überreden.

heute.

und – ich hatte es ja erwartet, jetzt kommt das klischee: mein baby ist kein baby mehr.
oh weh oh leid meinerseits. geischt mit einem beschwingenden gefühl von mutterstolz.
– m.ädchen bekundete nur trocken ihren wunsch, ihr haar jetzt wieder wachsen lassen zu wollen, drehte sich aber trotzdem (und immerhin) fleißig vor dem spiegel hin und her. auch sie fühlt sich jetzt ganz groß
(und wollte gleich in die schule).

maunggi, du hast das so toll gemacht heute. ganz ruhig bist du gesessen und ein bisschen schockiert geschaut hast du, als das gröbste ab war. wie es sich für eine dame von welt eben gehört.
mei schnaggle, jetzt hast du wirklich deine erste richtige frisur.

ein
rauschendes fest mit prinzessinnenkleid und viel pipapo.
ein papphaus wurde bunt und ein schatz gefunden. klassisches kindergeburtstagsprogramm zieht immer.
mein m.ädchen feierte wild drauflos und ich habe mich am neuen trampolin leider schon im vorfeld so übernommen, sodass ich die festlichkeit nur mit viel schmerzgestöhne hinter mich brachte.
nichtsdestotrotz ein fabelhafter 3. geburtstag.
m.ädchen fiel ins bett und ich jetzt gleich hinterher.

danke für eure guten wünsche!!!!!!!!!!!!

gestern
wollte ich noch darüber monologisieren, dass m.ädchens im-eigenen-bett-schlafen-gewohnheit nur kurz eine war und schon lange keine mehr ist (hoja familienbett auf 1,60 meter!).
wollte schreiben, dass sich nicht einmal mein kreuz mehr erholen kann in der nacht. dass ich weiß, in diesem falle geht mit druck gar nix. dass ich sie liebe neben mir (liebe liebe liebe), aber auch gerne wieder neben dem herrn freund schlafen würde und ausserdem MEHR PLATZ brauche.
wollte ein bisschen schreiben, ein bisschen jammern, ein bisschen meiner inkonsequenz die schuld in die schuhe schieben (wofür? na, dass m.ädchen uns so liebt, dass sie neben uns schlafen will, bis sie 18 ist), usw.

da schläft das kleine girl doch heute wieder selbst auserwählt in ihrem bett ein.

und ich freue mich, über eine nacht mehr platz und denke gerade nicht an verschreierei und diese abergläubischen dinge.

🙂

wir haben ihrer puppi elisabeth aka nele heute ein eigenes bettchen gebastelt…
trick 17?

gute, entspannende nacht allerseits!

m.ädchen
war bei der kinderärztlichen messung vor gut einem monat haargenau 90 centimeter lang.
kurz, wenn man bedenkt, dass sie in 10 tagen 3 jahre jung wird.

und weil der mensch immer noch ein wesen ist, das nur glaubt was er sieht, wird m.ädchen (so fällt es mir auf) oft behandelt wie ein zuckerpüppchen, das kurz vor ihrem zweiten geburtstag steht. zusätzlich ist sie nämlich eine von der zarten sorte, optisch und auch konstitutionell, wenn man ihre dauerbronchitis bedenkt.
dies entspricht aber nicht ihrem charakter. klar, sie ist eine kleine schmusetante, aber gesegnet mit dem zeichen des steinbocks, das ihr sehr gut steht.
aber: sie wird verhätschelt und betätschelt, getragen und gebabyt, was die liebe nur so hergibt. ist ja nichts schlechtes an und für sich, nur ziemlich nervig, wenn der herr freund und ich die omas (stichwort: windelfrei) immer wieder an ihr wahres alter erinnern müssen (und auch uns selbst zugegebenermaßen).
m.ädchen kann nämlich schon sehr viel alleine. sie kann alleine essen, sie kann alleine klettern, sie kann alleine spielen, sie kann sprechen, kurzum: sie kann sich holen was sie braucht.

was ich eigentlich sagen will: das m.ädchen ist trotz körperlicher kleinkinderscheinung ein kind. ein richtiges mädchen. und wenn endlich alle aufhören (erinnerung an mich selbst), sie als baby zu betrachten und auch so zu behandeln und ihr gewisse dinge einfach zutrauen, dann verlernt sie auch nicht den glauben an sich selbst. den sie noch und absolut hat.
und der so unabdingbar für ein gesundes selbstbewusstsein ist.

wenn
man will und die post es zulässt, kann weihnachten inklusive geschenke noch ein weilchen über den letzten weihnachtsfeiertag hinausgehen.
so auch bei uns.
wichtelpostalarm!
– heute war sie endlich dran.

ich lasse mal die bilder sprechen und bedanke mich ganz herzlich für diese tolle karte (die wahrscheinlich noch in einem eigenen post gewürdigt wird, weil sie mit ein paar sätzen sehr viel sagt und einfach gut) und die trinkschokolattemacchiato+whiskey für die großen.

m.ädchen war selig, wenn auch ziemlich verschnupft im wortwörtlichen sinne, weshalb sie nicht dazu zu bewegen war, allesamt gleich auszuprobieren (hoho, es wird spannend) – so für die knipsfreudige frau mama.

vielen dank von uns zu euch hinauf! ja wohin, das wissen wir wohl…aber an wen genau? hmmm? ich habe so meine vermutung, möchte sie aber nicht preisgeben, ich lasse den publikumsjoker ran! 😉
also, wenn ihr liebe wichtler, so lieb wärt, euch und vielleicht auch euren blog preiszugeben, dann würde sich zumindet die mujer sehr freuen.
🙂

so genug der worte…wie schon angekündigt: bilder!

ein tolles selbstgemachtes lavendelkissen mit knopfschmuck, eine hexe lisbet, die geburtstag feiert, einen zauberstab, eine zuberkugel und einen grandiosen zauberumhang mit gelben sternen drauf. vielen dank nochmal an euch und einen guten rutsch.
m.ädchen möchte den mantel übrigens zu ihrem geburtstag tragen, hat sie verkündet.

kommt der winter, will man es so klein aber oho wie möglich, so mauggelig warm wie machbar, so fein salzlampig wie geht, so vollgestopft wie nötig haben. m.ädchen ist eine höhleninnenarchiktektin vom feinsten und will natürlich auch drin schlafen.

ich war auch so eine höhlenbauerin oben auf dem dachboden, mein geschütztes „meins“ aus roten schaumstoffpolstern gebaut. mit decken und abtrennung von wohn – und schlafbereich. ich hatte sogar einen müllkübel davor.
ich hätte da oben sicher einen monat in voller ruhe und meditation leben können. allein ich und „lotta zieht um„.

höhlenm.ädchen will für sich sein. und das ist gut.

wie auch anderswo und überall, nun auch hier!
nachdem ich ein komplexes gebilde basteln durfte, brannte ich natürlich darauf, m.ädchen damit zu sehen.
gehenderweise!
doch: „ich a bissi g´schamig bin“, und so durfte herr papschki tragetier sein. zumindest den halben weg, denn dann ging sie ab, die m.ädchenpost, wie eine rakete – durch büsche und gatsch, tannengestrüpp und blätterhaufen.
dann nochmal eine runde mit den großen mit, zur belohnung einen keks. vorbei am „christkindbaum“ in der altstadt und heimwärts g’schaut.

ich bin so froh, dass m.ädchen doch noch aufgetaut ist. ICH hätte sie nicht tragen mögen.
madame vergisst gern, dass sie schon drei wird, stelle ich fest. 😉