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books on the rocks

heuer
schenke ich (fast) ausschließlich bücher.
an sich kann ich das ganz gut, aber eben “an sich” ist nicht immer.
so habe ich hier einen tom robbins liegen, der für ein cowgirl gedacht war. da das cowgirl aber lieber reitet usw. als zu lesen (vermutung), habe ich mich für eine nette andere kleinigkeit entschieden.
sissy (1976) wäre also noch zu haben, denn hier steht sie schon im regal.

ich möcht’ sie euch schenken. beziehungweise einer (ich gehe davon aus, dass ich keine männlichen leser habe :P ) von euch.
das einzige was ihr zu tun habt, ist, hier unten in den kommentaren ein kleines zeichen zu setzen.
ich lose dann zwischen euch aus.
bis sonntag, 19.12., haargenau 17:00 habt ihr zeit.
du bekommst es dann zugeschickt.

eine kleine leseprobe gefällig?

Gewalt stinkt, egal an welchem Ende du stehst. Aber hin und wieder bleibt einem nichts anderes übrig, als jemand anderem eins mit der Bratpfanne über den Kopf zu geben. Manchmal betteln die Leute geradezu um die Bratpfanne, und wenn wir einen Moment schwach werden und ihrer Bitte nachkommen, sollten wir es als Akt impulsiver Philanthropie betrachten, den wir uns eigentlich nicht leisten könnten, aber wir wollten es
jedenfalls nicht allzu laut bedauern, um die Reinheit der Tat nicht zu verunzieren.

oder

…schließlich hat Literatur die Funktion, uns das zu bieten, was das Leben uns vorenthält.

fröhliche weihnachten!

edith sagt, trommelwirbel wäre angebracht!
die werte gewinnerin ist:

gratulation!! :) (jetzt noch adresse schicken und die sissy trampt bald zu dir!)
danke an euch, die ihr mitgemacht habt – ich hab hier noch so ein scheussliches abendtäschchen stehen, bei dem ich schon lange überlege, was ich damit machen soll ;)

in diesem sinne:
hihi haha hoho

ich lese gerade ein buch. das ist an und für sich schon eine kleine sensation. zwar nicht im allgemeinen, aber den moment betreffend. im moment bin ich nämlich nur dafür gemacht, mich abends mit stumpfsinn aus der glotze vollzuballern, in socialnetworks bis zum erbrechen herumzuhängen und die zigaretten zu rauchen, die ich über den tag nicht rauche. dass das auf dauer nicht befriedigt, weil man da einfach und schon gar nicht mitlebt ist klar. also dachte ich, ich lese mal wieder was und da bitte nichts triviales. aber, so merke ich, ist mein hirn absolut aus der übung. ich kann konzentriert drei seiten lesen und dann -und das liegt nicht an fehlender spannung im buch oder der berühmten leser-verjag-masche “langatmigkeit”- muss ich schon meine äuglein reiben und TATSÄCHLICH bekomme ich kopfschmerzen (meine kontaktlinsen/brille sind/ist übrigens richtig eingstellt) vom vielen mitdenken. tragisch, nicht wahr? ich sitze am küchentisch widme mich guter lektüre und muss nach 10 seiten aufgeben. einfach aufgeben. weil das bett nach mir schreit oder ein semmel in den weiten des internet oder ein filmchen, das mich zum lächeln bringt. zum lächeln, aber mehr auch nicht. kein erhöhter puls, kein trockener mund, keine inbrünstige freude über die genialität von manchen schrifstellern.

und da denk ich bei mir, wenn mein hirnchen so ein weichei ist, ist dann der beste wiedereinstieg in mein geliebtes leseleben die ildikö oder sonst so eine amsel? die biss-geschichten? die knickerbockerbande? hanni und nanni?
sollte ich vielleicht nicht gleich bei den staren mein glück versuchen? aber gott bewahre! vielleicht muss sich die lady auch einfach ein bisschen mehr anstrengen! immerhin ist auch das gehirn ein muskel (das steht auf den seniorenrätselheften drauf) und muskel gehören trainiert.

schlachtrufmodus auf
viva la lectura!

gibt es eigentlich was schöneres als den tiger und den bären? gibt es eigentlich was schöneres als diese tiefe freundschaft und liebe? dieser zusammenhalt eingepackt in so viel witz, soviel tiefe und so schönen zeichnungen? ein tränchen verdrück’ ich hie und da, erinnert bin ich an meine kindheit. damals einegmummelt in eine dicke decke, gedrückt an den busen meiner mutter oder im schneidersitz vor dem bücherregal. der tiger und der bär. ich möcht sie so gern knutschen.

da ist sie wieder die elegante gans auf dem letzten weg zu ihrer eigenen beerdigung, der kleine mann mit der langen nase, der glückliche maulwurf oder auch der esel mit dem rucksack. liebevoll und jeder hat sein eigenes extravagantes detail, das ihn unverkennbar macht. zärtlichkeit in sachen individualität.

post für den tiger. weil wir alle aufmerksamkeit brauchen. weil wir uns alle wünschen, dass jemand da draussen an uns denkt, wenn wir gerade alleine zwiebeln schneiden sollen, was ja wirklich zum heulen ist.

tut euch etwas gutes und lest wieder einmal janosch. ob mit oder ohne kind. das spielt hier wirklich keine rolle.

und…wer das gelesen hat braucht sich vor nichts mehr zu fürchten, nicht wahr?

ich gelobe feierlich nicht mehr auf amazon zu rezensieren.

“0 von 1 kunden fanden diese rezension hilfreich”

schlimmer wäre natürlich: “o von 100 kunden fanden diese rezension hilfreich”, finde ich so als  herzliche optimistin. aber dennoch.

ich bin manchmal so angetan von mir selbst, dass ich den objektiven blickwinkel total verliere:

dass man ein buch vielleicht auch beschreiben sollte, nach den regeln der norm eben. mit inhalt, aufbau, etc. pp. dass es bei einer rezension pfurzwurscht ist, welche hübschen lobhudeleien und gefühlsaussbrüche man auf lager hätte. ich bin eine alte gefühlstante und wortfetischistin. und das passt irgendwie gar nicht da rein.

ich bleibe also beim blogformat. ist auch hübsch.

nein. ich bin nicht beleidigt, lieber “0 von 1 kunde”. ist schon gut so.

weil anders nichts möglich ist. hätte ich noch ein zweites frei wählbares leben neben diesem hier (klingt trauriger als es ist. ich empfinde mich einfach als durstig), ich würde gerade eben nicht zögern “amelie!” zu schreien. die fabelhafte welt der amelie nothomb . ehrlich, böse, witzig, grausam,  mittreissend. kurzweilig. zärtlich. selbstbewusst. intelligent.

das schöne an ihren büchern ist auch die seitenzahl in kombination mit dem inhalt. überraschend. ohne heißen brei, aber erfrischend wie pomelosaft. selten habe ich auf so wenig papier soviel gelesen. authentizität. abenteuerlust. das banale weitet sich aus, wird groß und schön, dunkel und schwer, allein durch die lust am leben. voller drang und laut.

vieles liest sich als autobiographie. amelie ist meist amelie und das reicht eigentlich auch.

ich habe gestern nacht noch (wie könnts auch anders sein?) schnell dieses sehr dünne und sehr neue büchlein fertig gelesen und es ist wie all seine vorgänger brilliant. aber anders. es ist weicher und nicht ganz so bissig. denn amelie hatte einen koibito, dem sie hier tribut zollt. kein großer platz für boshaftigkeit. ein entdecken, eine neugier, ein austausch. kein schmalz. er war ihr wunder. und sie das seine. doch allem voran war sie zarathustra. und flucht ist nicht das größte übel.

wiedereinmal darf man tief in madame nothombs privates japan blicken. und da mangelt es bekanntlich nicht an interessantem.

und ich erinnere mich nur zu gerne daran, wer mich auf diese tolle schreiberin gebracht hat.

um hier mal ein bisschen schwung in die bude zu bringen: ein stöckcken! gesehen bei frau ami und begeistert verlesezeichnet, ist nun seine zeit gekommen.

weil  ich keine spielverderberin bin, habe ich mich vor dem großen weißen heiligtum im kreis gedreht und gegriffen, was mir unter die finger kam – der zufall wills, dass ich zufrieden bin.

  1. alessandro baricco – oceano mare
  2. t.c. boyle – wassermusik
  3. jiddu krishnamurti – über die liebe
  4. terry pratchett – total verhext!
  5. amelie nothomb – böses mädchen

also los:

erster satz des ersten buches: sand, soweit das auge reicht, zwischen den letzten hügeln und dem meer – dem meer – in der kalten luft eines fast schon vergangenen nachmittags, gesegnet vom stets aus norden kommenden wind.

letzter vollständiger satz auf seite 50 des zweiten buches: er hört etwas: ganz schwach und fern, ein lyrisches trällern.

zweiter vollständiger satz auf seite 100 des dritten buches: sie sagen nicht: “woher bekommen sie die energie?”

vorletzter vollständiger satz auf seite 150 des vierten buches: “ich schätze, es dauert nicht mehr lange, bis wir bescheid wissen”, sagte oma wetterwachs hintergründig.

letzter satz des fünften buches: so kam es, dass ihr wille geschah statt meinem.

geschichte aus allen 5 sätzen: (sie sagen nicht:) “woher bekommen sie die energie?” “ich schätze, es dauert nicht mehr lange, bis wir bescheid wissen”, sagte oma wetterwachs hintergründig. sand, soweit das auge reicht, zwischen den letzten hügeln und dem meer – dem meer – in der kalten luft eines fast schon vergangenen nachmittags, gesegnet vom stets aus norden kommenden wind.  er hört etwas: ganz schwach und fern, ein lyrisches trällern. so kam es, dass ihr wille geschah statt meinem.

nehme sich wer mag, aber ich denke, dass besonders miss lavender und der giftzwerg (sofern zeit und sinn nach ablenkung bestehen) ihre freude damit hätten.                                                                                                                                                  



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